Gicht und Ernährung

Gicht und Ernährung

Die Ursache von Hyperurikämie (Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut) und Gicht ist eine Störung des Purinstoffwechsels. Der Körper kann entweder nicht genügend Harnsäure, dem Abbauprodukt von Purinen ausscheiden oder produziert zu viel. Eine purinarme Ernährung von maximal 500 mg Harnsäure kann mit dazu beitragen, den Harnsäurespiegel im Blut zu normalisieren und Gichtanfällen vorzubeugen. Ausgeschieden wird Harnsäure hauptsächlich über die Niere, aber auch über den Darm. Die Niere kann einen Teil der Harnsäure rückresorbieren. Ab einem Harnsäurewert von 7mg/dl können Harnsäurekristalle entstehen und schmerzhafte Entzündungen hervorrufen (akuter Gichtanfall). Bei vermehrten Gichtanfällen lagern sich die Kristalle als Tophis in Händen und Füßen ab und führen zu funktionellen Einschränkungen (chronische Gicht). Harnsäure entsteht im Organismus durch Abbau von Purinen aus den Zellkernen. Der Körper nimmt Harnsäure oder Purine mit der Nahrung auf. Besonders reich an Harnsäure sind Fleisch, Wurstwaren, Fisch und Hülsenfrüchte. Purinarm sind dagegen pflanzliche Lebensmittel und Käse. Keine Harnsäure enthalten Milch, Quark, Eier und Butter.

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