Umgang mit psychisch auffälligen Bewohnern

Umgang mit psychisch auffälligen Bewohnern

Für Betreuungskräfte ist es naturgemäß angenehm, mit mobilen, orientierten und zugänglichen Bewohnern zu arbeiten. Unter diesen Umständen ist es möglich, eine große Angebotsvielfalt umzusetzen. Ebenso gibt es häufig sehr gute Rückmeldungen seitens der Bewohner. Das wiederum stärkt die Motivation der Betreuungskräfte und führt zu einer Aufwärtsspirale: Mehr Arbeitsmotivation erhöht die Kreativität bei der Angebotsgestaltung und die Qualität bei der Durchführung. Kritisch wird es, wenn den Gruppen Senioren beiwohnen, die psychisch auffällig sind und durch Antriebsarmut, geringe Aufmerksamkeitsspannen und Affektlabilität auffallen. Bewohner wie diese können mit ihrem Verhalten ganze Gruppen sprengen. Wenn zum Beispiel das Verhalten eines Gruppenteilnehmers den schönsten Ablaufplan einer Maßnahme wie ein Kartenhaus einstürzen lässt, fühlen sich viele Betreuungskräfte in der Regel hilf- und machtlos.

Wie sollen Betreuungskräfte darauf angemessen reagieren? Bewohner mit psychischen Auffälligkeiten von den Angeboten auszuschließen, ist keine Option, denn sie haben das gleiche Recht auf soziale Betreuung. Für den Umgang mit diesen Senioren ist es daher hilfreich, passgenaue Angebote zu erarbeiten und für kritische Situationen gewappnet zu sein.

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